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Ein unmoralisches Angebot (Teil 6)

Schade! Warum machten es ihm alle bloß immer so schwer. Er seufzte kurz, ließ die Schultern hängen, bis er sich ruckartig umdrehte und auf die Bühne zu steuerte. Hier waren zwar nicht viele Leute, aber sicherlich genug um dem Kleinen da oben eine kleine Lektion zu erteilen, dass man sich mit Jesse lieber nicht anlegen sollte, denn früher oder später bekam er schon noch, was er wollte. Pah, soviel Ärger zog er auch wieder nicht an! Jesse sprang vor und schlang die Arme um Seans Beine, während er so tat als ob er klagend weinen würde. „Das kannst du mir doch nicht antun! Du bist der Einzige, den ich noch um Hilfe bitten kann.“ Er hatte die volle Aufmerksamkeit aller Beteiligten im Pub, die die ganze Szene teils entsetzt mitverfolgten. Er gab ein lautes falsches Schluchzen zum Besten und klammerte sich an den Jungen, der jetzt versuchte ihn abzuschütteln. „Du kannst den Retter deiner Geldbörse doch nicht so hängen lassen! Oh mein Gott!“, mit einem lauten wehleidigen Aufschrei, vergrub...

Ein unmoralisches Angebot (Teil 5)

Kapitel 7 Kurze Zeit blickte Sean verwirt aus der Wäsche, bis er die Wörter von Jesse und seine Gedanken ordnen konnte. „Eh, nein“ schüttelte er hastig den Kopf „ich halte mich generell aus allem raus was mir ärger garantiert“. Sean atmete tief ein, betrachtete Jesse noch einmal genauer „und DU siehst aus als ob du ständig Ärger anziehst“ er wandte sich rasch ab und ging zu der Bühne zurück, wo er auf super Beschäftigt tat, in der Hoffnung der Typ im zerfetztem Look geht einfach wieder. Weiter Kitty

Ein unmoralisches Angebot (Teil 4)

Jesse war kurz irritiert von Seans Antwort, bis ihm bewusst wurde, dass er nach seiner Tour mit Kyle Hyde und der Landung im Dornenbusch bestimmt noch schlimmer aussah, als er es in Erinnerung hatte. Er beugte sich zu Sean vor und zeigte auf sein Handgelenk. „Schicke Uhr hast du da. Würde mir sicher auch gut stehen.“ Jesse brach in schallendes Gelächter aus. Ok, er sollte aufhören mit dem Unfug, solange der Junge noch nett zu ihm war. Er wurde wieder ernst. „Ich bin nicht hier, für eine materielle Gegenleistung dafür, dass ich dein Portmonee gefunden habe. Ich würde mit dir gerne über Kyle Hyde reden, dem Typen, dessen Auto du mit deinem Skateboard verschönert hast. Ich bin gerade auf einem Rachefeldzug gegen diesem arroganten Schnösel und dachte, du hättest vielleicht Interesse!?“ Weiter Acy

Ein unmoralisches Angebot (Teil 3)

Kapitel 7 Sean starte seine Geldbörse einen kurzen Augenblick an, bis er nach ihr griff. „Eh, danke!“ ich hätte nicht gedacht das ich die wieder bekomm“, und er wunderte sich noch mehr darüber nach dem er Jesse genauer betrachtet hat. Warum hatte der Obdachlose ihm die Geldbörse zurück gebracht? Er checkte kurz den Inhalt, Wow! alles da. Jetzt schaute Sean noch fragender aus der Wäsche, hat der arme aber ehrliche Typ etwa auf eine Belohnung gehofft. So kuckte er auf jedenfalls als ob er eine Gegenleistung erwartete. „Nun ich würde mich bei dir gerne bedanken“, er kratzte sich kurz am Hinterkopf. „ Ich könnt dir was zu Essen kaufen und… „ Seans Augen wanderten noch einmal langsam über Jesse „und dir ein paar von meinen Klamotten geben“. !? Weiter Kitty

Ein unmoralisches Angebot (Teil 2)

Jesse hielt das zerknitterte Flugblatt vor die Augen und betrachtete noch einmal das Lokal, vor dem er nun stand. Musste das Richtige sein! Er zog einen Ausweis aus der Tasche, auf der die Person abgebildet war, die er gleich zu finden hoffte. Unbemerkt huschte er durch die Tür hinein, aus der eine traurige Melodie erklang. Das war ja einfacher, als er gedacht hatte. Der Typ, den er suchte, stand auf der Bühne und gab mit ergreifender Stimme ein Lied zum Besten, was die Kneipenbesucher allerdings nicht sonderlich zu interessieren schien, die zu sehr mit sich selbst und ihren Bierkrügen beschäftigt waren. „Wow, das war wirklich ergreifend!“ Jesse ließ sich mit einem lauten Pfiff auf den Barhocker neben Sean plumpsen, der nicht einmal aufschaute. Grimmig starrte ihn der Barkeeper an. Ja, er wusste, dass er nicht gerade sein schönstes Abendkleid trug. Er sollte das lieber schnell über die Bühne bringen, bevor diesem Typen einfiel, dass er ihn vor der Tür und nicht in seinem Lokal ha...

Ein unmoralisches Angebot (Teil 1)

Kapitel 7 … I can't tell myself I can't even try I'm too lost in you So deep, I can’t lie you take away my heart, my hope When I'm gone, you'll need love Who will be there to take my place So I will take your luck with me away … Mit diesen Worten beendete Sean sein Lied. Er hielt die Augen noch Sekundenlang geschlossen und lauschte der zu ende gehenden Musik. Sean erwartete kein Applaus. Er war gewöhnt dass die kleine Kneipe, wo er paar mal die Woche singen durfte, nicht sonderlich viele Gäste hatte und wenn dann waren die Menschen mehr mit ihren Drinks beschäftigt als seiner Musik zu lauschen. Aber er sang trotzdem gerne hier, immer hin war es die einzige mögliche Arbeit- mit Lieblings Hobby zu verbinden. Noch in Gedanken versunken ging Sean zu der Bar rüber wo sein Chef ihm bereits was zu trinken hin gestellt hatte. Er blickte in die Leere und versuchte von all dem herrschenden Lärm in der Bar abzuschalten. weiter Kitty

Die Schlagzeile, Teil 3

Schallendes Gelächter brach aus seinem Mund aus und erfüllte den ganzen Raum. So glücklich und zufrieden war er schon lange nicht mehr. Jesse winkte mit einer lässigen Handbewegung ab. „Sei doch nicht ein solcher Hasenfuß, Sharon, das macht doch Spaß!“, freundschaftlich legte er einen Arm um die Schulter seines Freundes, der ihn skeptisch aus dem Augenwinkel betrachtete. „Näh, was soll mir schon passieren? Der kann mir ja wohl schlecht Geld abnehmen, dass ich nicht einmal besitze und ich glaube kaum, dass ihn meine Klamotten besonders reizen, ein Putzlappen dieses reichen Schnösels ist da mehr wert!“ Fröhlich tänzelte Jesse davon. „Sei so lieb und gib das in den Druck, ja?! Ich habe hier noch eine ganz wichtige Sache zu erledigen.“ Er zog eine Geldbörse mit Totenkopfmotiv aus seiner zerbeulen Jeans und schwenkte ein Flugblatt, das er daraus hervorzog, durch die Luft, wobei er aussah wie eine Ballerina mit gebrochenen Beinen und einem schlechten Modegeschmack, als er Pirouettendrehend a...