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Blamere dich täglich, Teil 2

„Oh nein!“, dachte sich Alice als sie die Adresse hörte, die dieser Typ da nannte. Sie hätte ihm wohl doch keinen Vorrang lassen sollen. Jetzt darf sie bis ans Ende der Stadt fahren und dann wieder zurück bis an das andere Ende, wo sie wohnt. Während sie still neben einander saßen fiel ihr ein, dass sie sich nicht einmal vorgestellt hat. Doch bevor sie noch etwas sagen konnte platzten die Worte wie ein plötzlicher Regenfall aus dem attraktiven Mann heraus. Sie wurde mit so vielen Fragen durchlöchert, dass ihre Gedanken einem Schweizer Käse ähneln mussten. Sie hatte noch nie einen Mann kennengelernt, der soviel reden konnte. Durch den Gedankenwirrwarr konnte Alice ihm bloß einen total verwirrten Blick zuwerfen. Erst nachdem er mit dem Wortfluss stoppte und sie so Zeit hatte seine Worte zu verarbeiten konnte sie ihm antworten. „Mein Name ist Alice.“, antwortete sie freundlich. Zuerst war sie recht skeptisch mit seinem Vorschlag essen zu gehen. Doch eigentlich war das gar keine schlechte...

Blamiere dich täglich, Teil 1

Kapitel 5 Blamieren oder eine 5 Min. fahrt mit der Dame neben ihm. Nathan entschied sich für die Blamage. Er nannte dem Taxifahrer irgendeine Adresse eines neuen Auftraggebers am anderen Ende der Stadt und sah aus dem Augenwinkel, dass die schwarz Haarige Diva es wohl bereute ihm Vorrang gegeben zu haben. Einige Zeit lang sagten sie kein Wort, bis sich der Detektive überwandt. Trotz seines Alkoholgeruchs, der ihm ziemlich bewusst war, drehte er sich zu ihr um und labberte einfach drauf los: „Ich heiße Nathan. Nathan Rutler! Und sie? Haben sie Hunger? Wollen wir vielleicht irgendwohin zum essen fahren? Lust?“, er hielt kurz inne. „Ich meine nicht die Lust… ich mein Lust auf essen. Also sie wissen schon…“ Als er ihren Fragenden Blick bemerkte, versuchte er es sich wieder grade zu biegen. Woran er leider scheiterte: „Auf jeden fall könnten sie auch abschlagen, aber ich bin so wieso hungrig wie ein Löwe,… also nicht auf sie, sondern auf ein Stake… also was ich sagen wollte… ich …...

Der Bettler und der König, Teil 7

Vor Entsetzen schrie Jesse auf, als er unsanft aus dem Auto herausgestoßen wurde. Dieser Wahnsinnige! Er wollte ihn wohl wirklich umbringen! Stöhnend versuchte sich Jesse aus dem niedrigen Dornenbusch, in den er gefallen war, herauszuhieven. Bei diesem Versuch riss er sich ein Stück Stoff aus der Unterseite seines gelben Hemdes heraus. Sein Arm fühlte sich taub an, da er wohl auf ihn draufgefallen war. Zahlreiche Prellungen und Kratzer zierten nun seinen Körper. Seine Nase blutete wieder. Ehe er sich versah, liefen ihm auch schon dicke Tränen die Wangen hinunter. „Du hast mein Hemd ruiniert! Das setze ich auch auf die Liste der Dinge, für die du aufzukommen hast.“, er schniefte laut. „Ganz davon abgesehen, dass ich Schmerzensgeld dafür fordere, dass ich Bekanntschaft mit deinem Intimbereich gemacht habe!“ Wütend stampfte Jesse wieder zum Ort des Geschehens, während er weiterhin Kyle die Pest auf den Hals wünschte. Plötzlich stieß er mit der Fußspitze gegen einen Gegenstand, der am Bode...

Der Bettler und der König, Teil 6

Kyle konnte seinen Augen und Ohren nicht glauben. Er saß da wie vom Donner gerührt. Das war bestimmt nur ein verdammter Alptraum. Ja, genau, ein Alptraum. Und er würde bestimmt gleich wieder aufwachen und feststellen, dass er in seinem $25, 000,00 teuerem Luxus-Bett liegt und das alles nur geträumt hatte. Drei mal schaute er zu Jesse, der ihm immer noch, die von seiner Sabber glänzenden, Kirsche entgegenstreckte und dann wieder nach vorn, bis er begriffen hatte, dass er NICHT aufwachen würde. „Es ist kein Alptraum“, nuschelte er. Plötzlich schoss seine Hand nach vorne, öffnete den Handschuhfach und nahm seine Baretta heraus. Jesse wurde mit einer Wucht gegen die Glasscheibe gedrückt, so dass ihm die Kirsche in den Schoss fiel und er aufkeuchte. Kyle nahm ein „autsch“ wahr. Genau so gut könnte er sich aber auch verhört haben, den Jesse war nicht wirklich im Stande, überhaupt noch etwas zu sagen, weil er ihm die Knarre gegen das Gesicht drückte. „Ich töte dich! Ich töte dich“, schrie e...

Der Bettler und der König, Teil 5

Ja, das war auch so ein gelungener peinlicher Auftritt. Pha, diese Idioten von Bodyguards, als ob er von gestern wäre und nicht wüsste wie man sich gekonnt aus dem Staub machte. Sein Gesäß hatte vielleicht etwas abbekommen, aber ansonsten waren diese wie Steinblöcke agierende Typen nicht in der Lage seinem flinken Körper zu folgen. Ja, gestern, da hatte er Kyle bis zu diesem mörderteuren Club verfolgt, wo nur bestimmte Prominente und dann auch nur wenn sie eingeladen wurden herein kamen. Was nutzte es auch wenn eine Herde Pitbulls das Haupttor bewachte, wenn es kein Problem war, sich durch den Angestellteneingang Zugang zu verschaffen. Leider war Jesses Plan damit ausgeschöpft, denn ab da ging es ziemlich spontan und chaotisch weiter, welches zu eben jenem Ergebnis führte, dass Kyle ihm auch schon vorgeschrieen hatte. Musste der gleich so laut werden? Ein absolut schwaches Nervenkostüm hatte er für einen so großkotzigen Oberidioten. Er sollte besser aufpassen, das er nicht einen Herz...

Der Bettler und der König, Teil 4

Unbeeindruckt stand Kyle da und sah auf dieses Stück Dreck von oben herab. Aber so ruhig war er gar nicht. Was würde er jetzt alles dafür geben um seine Waffe, die im Handschuhfach lag und darauf wartete benutzt zu werden, in der Hand zu halten und diesem armen Bettler das Licht auszulöschen. Wie er ihn hasste! Er war der einzige der ihn zum ausrasten bringen könnte. Tief durchatmen, dachte er sich, er ist es nicht wert Spucke auf ihn zu verschwenden. Ganz Ruhig und gelassen nahm er ein Paar Handschuhe aus der Tasche und zog sie an. Dabei beobachtete Jesse ihn ganz gespannt, wohl Fragend was jetzt kommen würde. Kyle nahm dann ein Stofftaschentuch raus, wo seine Initialien eingestickt waren und schob Jesse angeekelt beiseite. Als er anfing angewidert sein Auto abzuputzen, sprach er, ohne Jesse noch eines Blickes zu würdigen: „Jesse, so heißt du doch,… kaum zu glauben das ich mir noch von so jemanden wie dir den Namen merke. Egal! Was ich eigentlich sagen wollte, Jesse…“, er hielt kurz ...

Der Bettler und der König, Teil 3

Das war doch mal wieder ein gelungener peinlicher Auftritt. Wie immer eigentlich. Jesse war sich sicher, dass sein Gesicht einem im Fleischwolf gedrehtem Steak gleichen musste. Bei den beleidigenden Worten des reichen Schnösels fingen sich erneut Tränen in seinen Augenwinkeln zu sammeln, aber er schob seine Gefühle beiseite, sich ausheulen und diesen Kerl zum Teufel wünschen konnte er später noch genug, jetzt musste er erst mal seinen Rachefeldzug weiterfortführen. Der Blick des Blonden schwappte nicht gerade über vor Begeisterung bei seinem Anblick, vor allem nicht, als sich wieder sein hungriger Magen zu Wort meldete und ihn daran erinnerte, dass er seit zwei Tagen nur Wasser zu sich genommen hatte und er so langsam aber sicher nach mehr als Flüssignahrung verlangte. Was würde er jetzt für einen weggeworfenen triefenden Hamburger mit vielleicht noch einer halben Gurkenscheibe darauf geben. Wasser sammelte sich in seinem Mund als er daran dachte. Aber die Mission hatte Vorrang, de...